



Im Auftrag der Corazza AG
Vermietung
Symotec GmbH
Sonnenhügelstrasse 2c
CH-9016 St. Gallen
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Im Hochaus am Ruhberg in St. Gallen vermieten wir im Auftrag der Corazza AG komplett sanierte Wohnungen. An wunderschöner Lage mit traumhafter Aussicht über die Dächer von St. Gallen geniessen Sie die Abendsonne. Sämtliche Küchen und Bäder, die Bodenbeläge, Leitungen und Kanäle werden erneuert. In den Wohnungen sind Waschmaschinen und Tumbleranschlüsse vorhanden.
Im 12. Jahrhundert standen auf dem Büchelhügel schon eine kleine Kapelle und eine Klause. Ab 1425 lebten immer mehr Beginen (Nonnen, die nach den Regeln der Franziskaner lebten) bei der Kapelle. Sie bauten 1470 das erste Leonhardkirchlein, und die Kapelle auf dem Büchelhügel wurde 1530 abgerissen. 1507 kam ein geräumiges Wohnhaus und bald einmal ein eigener Friedhof dazu. In der Reformationszeit wurden die Klöster der Stadt aufgehoben, die letzte Mutter des Klösterlis zu St. Leonhard, Wibrat Mörlin, setzte sich heftig zur Wehr gegen die Bestimmungen der Stadt. Ihre Erlebnisse hat sie in einem Tagebuch notiert, das heute noch im Staatsarchiv zugänglich ist.
Aus dem kleinen Weiler rund um das Kirchlein entstand mit dem Stickereiboom ein städtisches Quartier. Aus dem ehemaligen Frauenkloster wurde nach der Reformation ein Waisenhaus und später eine Strafanstalt. Die Kirche des Klösterlis wurde 1654 als Filialkirche der Laurenzen für die Bewohner genutzt und erhielt den heutigenTaufstein, datiert aus dem Jahr 1656.
1744 wurde ein eigener Pfarrer gewählt und 1834 ein eigenes Kirchenquartier definiert.
Neben die alte Kapelle wurde 1886 die heutige St. Leonhardkirche gebaut, und bald darauf wurde die Kapelle abgerissen.
Kirche und Quartier
Die St. Leonhardkirche wurde am 1. Mai 1887 als Zentrum eines neuen Quartiers im Westen eingeweiht. Sie umfasste 990 Sitzplätze. Landerwerb und Bau kosteten damals insgesamt 489'000 Franken, alles aus Spenden der Quartierbewohner finanziert. Sie war die erste neugotische Kirche im Kanton, gebaut nach den Plänen des Berliner Architekten Johannes Vollmer und des im Quartier wohnhaften Ferdinand Wachter. Geplant als Wahrzeichen der blühenden und wachsenden Stadt St. Gallen, wurde die Kirche in den Fluchtpunkt der Leonhardstrasse gestellt, der damaligen Handels- und Bankstrasse, und der Chor als städtischer Abschluss nach Westen ausgerichtet. Nach Osten wurde das Gebiet durch den Bau der Linsebühlkirche 1896/97 abgeschlossen. Der Turm ragt stolze 63 Meter in die Höhe.
Der Architekt Johannes Vollmer schuf nach denselben Plänen eine Schwesterkirche, die Christuskirche in Hamburg-Eimsbüttel. Er setzte das aufkommende liberale protestantische Denken architektonisch erfolgreich um.
Die Blütezeit der Stickerei-Industrie und der Bau der Eisenbahnlinie lockten viele Menschen in die Stadt. Es brauchte neuen Wohnraum, eine Schule und natürlich auch eine Kirche. So diente die Kirche St. Leonhard nicht nur den Evangelischen zwischen Altstadt und Kreuzbleiche, sondern jahrzehntelang auch den Diaspora-Protestanten in den Gemeinden westlich der Stadtgrenze von Straubenzell bis nach Abtwil und Engelburg und gegen Südwesten bis nach Hundwil.
St. Leonhard, der Namenspatron der Kirche, ist der Schutzheilige für alle Bedrängten, Gefangenen und Geisteskranken und ist auch als Patron der Bauern, der Haustiere und des Viehs bekannt. Anfangs war auch St. Egidius als zweiter Schutzpatron genannt und ging dann vergessen.
Aus einer Abbildung von 1887 ist ersichtlich, dass der Taufstein von 1656 aus der alten Leonhardkirche übernommen werden konnte.
Als Symbol für die Entwicklung der Gallusstadt wurde die Leonhardkirche mit den grossstädtischen Häusern gerne auf Postkarten abgebildet. Mehrere dieser alten Ansichtskarten sind im Besitz des Quartiervereins, der 2007 sein hundertjähriges Bestehen feiert.